Fachtag

Fachtag 2020

Über Grenzen blicken

Am 26.02.2020 findet der Fachtag der Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie® statt.
Mit unserem Fachtag möchten wir Diskussionen anregen, eigene Ansichten überprüfen und gemeinsam über Grenzen blicken.

Viele Therapieentscheidungen liegen im Grenzbereich des (noch) Nicht-fassbaren. Jeder Mensch ist anders, jede Entscheidung ist anders und jedes Sterben ist anders. Was brauchen wir für die jeweilige Entscheidungsfindung? Wie können wir mit den Unsicherheiten von getroffenen Entscheidungen umgehen? Wie gehen wir mit dem täglichen Arbeiten im Angesicht von Leid, Verlust und Trauer um?

Wir möchten mit diesen Fragestellungen in Vorträgen und Foren die Komplexität und Vielfältigkeit im Grenzbereich von Palliative Care beleuchten und diskutieren.

Ziel soll sein, neue Wege zu entdecken und Inspiration, Stärkung sowie Gelassenheit für die Begleitung zu erhalten.

Der Fachtag ist eine Veranstaltung für alle ehren- und hauptamtlich Tätigen, die sich in der Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen engagieren.

Die Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie® ist Träger von Qualifizierungsmaßnahmen im ehrenamtlichen Bereich des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Ehrenamtliche Mitarbeitende können somit für ganztägige Angebote unserer Akademie von ihrem Arbeitgeber freigestellt werden.

Beruflich Pflegende erhalten Fortbildungspunkte für die Teilnahme an unserer Veranstaltung für die Registrierung beruflich Pflegender (RbP).

Ärztinnen und Ärzte erhalten Fortbildungspunkte für die Teilnahme an unserer Veranstaltung von der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg.

 

 

Rückblick Fachtag 2019

Trauer – stört? Ist das noch normal?

Der inzwischen 10. Fachtag der Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie® richtete sich an alle Personen, die trauernde Menschen begleiten. In zwei Vorträgen, vier Foren und während den Gesprächen in den Pausen gingen rund 600 Teilnehmende den Fragen nach:

  • Was unterscheidet eine normale Trauerreaktion von einer anhaltenden Trauerstörung?
  • Welche Faktoren können einen normalen Trauerverlauf stören?
  • Auf welche wichtigen Impulse können Trauerbegleitende in ihrer Arbeit mit Trauernden setzen?
  • Und wie können Trauerbegleitende für sich selbst sorgen?

Den Fokus auf Resilienz sowie die Ressourcen der Trauernden als auch der Begleitenden gerichtet, war das Ziel des Fachtags, den Teilnehmenden neben neuen Impulsen vor allem Stärkung für ihre Arbeit mitzugeben.

Zu Beginn begrüßte die Leiterin der Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie® – Susanne Haller – die Teilnehmenden und Referierenden. Anschließend richtete Marianne Bevier, die Vorstandsvorsitzende des Bundesverband Trauerbegleitung e.V. (BVT), ihre Grußworte an alle Anwesenden.

 

Im ersten Vortrag erörterte Chris Paul, was die neu in die Diagnostikleitfäden aufgenommene Diagnose „Anhaltende Trauerstörung“ für Trauernde und deren Begleitende bedeutet. Als erfahrene Heilpraktikerin für Psychotherapie, Trauerberaterin, Mitglied in der Sektion „Qualifizierende“ im Bundesverband Trauerbegleitung e.V. sowie gewähltes Mitglied der „International worksgroup on death, dying an bereavment“ stellte sie die Folgen dieser Entwicklung mit ihrem Vortrag anschaulich und mit Gesangseinlagen gespickt dar. Die Folien ihrer Präsentation können Sie hier herunterladen.

Nach einer Pause sprach Prof. Dr. Luise Reddemann über das Thema „Wie viel Resilienz- und Ressourcenförderung ist förderlich für Trauernde und für die TrauerbegleiterInnen?“. In ihrem Vortrag, in den sie etliche Beispiele aus ihrer langen Praxis einfließen ließ, kam sie zu dem Ergebnis, dass wir darauf vertrauen dürfen, dass sie Trauernden ganz genau wissen, was ihnen gut tut – und damit ihre Resilienz fördern.

Am Nachmittag verteilten sich die Teilnehmenden auf vier Foren. Chris Paul erklärte „Das Kaleidoskop des Trauerns“, das zum besseren Verständnis von Trauerprozesse herangezogen werden kann.

 

An ihren Vortrag vom Vormittag anschließend wurde im Forum von Prof. Dr. Reddemann vertiefend über die Frage, wie viel Resilienz- und Ressourcenförderung förderlich für Trauernde und Trauerbegleitende ist, diskutiert. Ein weiteres Forum wurde von Martin Klumpp, der annähernd vier Jahrzehnte Erfahrung mit Trauerbegleitung besitzt, geleitet. Er sprach über das Thema „Was Trauer erschwert und verhindert“.

 

Welche besonderen Herausforderungen es bei der Krisen- und Trauerbewältigung für und bei geflüchteten Menschen gibt, erklärte Mariel Pauls-Reize im Zusammenhang mit der Vorstellung des Projektes „ConAmi“ des Young Supporters e.V.

Unbedingt zu erwähnen ist noch Mike Schweizer, der den Fachtag wieder mit seinen wunderbaren Improvisationen auf Saxophon, Bassklarinette und Trompete begleitete. Beim Catering wurden alle Anwesenden wie bewährt vom Team des „Kulturwerk“ aus Stuttgart Ost sowie dem Baristamobil des Café Hibou verwöhnt.

Wir danken allen Teilnehmenden, den Referentinnen und Referenten, den Ehrenamtlichen, allen Mitwirkenden im Hintergrund und natürlich der Addy von Holtzbrinck Stiftung für ihre Unterstützung des Fachtages.

 

Impressionen vom Fachtag

Fachtag 2020

Gefördert von der Addy von Holtzbrinck Stiftung.