Berufliche Weiterbildung

Qualifikation zur/zum Gesprächsbegleitenden für die gesundheitliche Versorgungsplanung gemäß §132g SGB V

Nach dem Curriculum „Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase von Bewohner*innen in der stationären Altenhilfe“.

Das Hospiz- und Palliativgesetz eröffnet das Angebot,Menschen bei der Erstellung von gesundheitlichenVorausplanungen qualifiziert zu begleiten. Genauer ermöglicht der § 132g SGB V Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, den Versicherten in ihren Einrichtungen eine „gesundheitliche Vorausplanung“anzubieten. Die hierbei entstehenden Kosten werden von der jeweiligen Krankenkasse getragen. Die Bezeichnung des Gesetzgebers orientiert sich hierbei an dem national und international etablierten Konzept des Advance Care Planning (ACP). Hier geht es darum, die individuellen Wünsche der Vorausplanenden möglichst konkret und nachvollziehbar für nicht am Gespräch Beteiligte zu erfassen, aussagekräftig zu dokumentieren und somit sicher zu stellen, dass die Bewohner/innen dann in der Situation der Nichteinwilligungsfähigkeit, in Notfallsituationen oder in Bezug auf Fragen der Therapiezieländerung auch zuverlässig nach den vorab festgelegten, jeweils individuellen Wünschen behandelt und begleitet werden.

Die qualifizierte Gesprächsbegleitung im Rahmen der Erstellung der Vorausplanung umfasst neben den medizinischen Behandlungswünschen besonders pflegerische, psychosoziale und seelsorgliche Aspekte, um ein umfassendes Bild der jeweils individuellen Wünsche zu generieren und möglichst valide zu dokumentieren. Dieses Ziel wird durch einen qualifizierten, individuell begleiteten Gesprächsprozess angestrebt. Für die verantwortliche Durchführung der Gesprächsbegleitungen und die Strukturierung des komplexen Gesprächsprozesses ist eine umfassende Qualifizierung die grundlegende Voraussetzung. Die Qualifizierung verbindet hierbei konsequent theoretische Inhalte mit praktischen Übungen.

  • Kursleitung: Stefan Böck, Tanja Frank, Heike Linder

Zielgruppe: examinierte Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, qualifi zierte Berater*innen für Ethik im Gesundheitswesen, Sozialpädagog*innen und pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe mit mindestens 3jähriger Berufserfahrung.

Voraussetzung: Abgeschlossenes Studium im Bereich der Gesundheits-, Pflege-, Geistes-, Sozial-, oder Erziehungswissenschaften oder alternativ eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Beruf der Gesundheitswissenschaften sowie eine mindestens dreijährige, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 8 Jahre und eine Zusatzqualifikation Palliative Care oder Palliativmedizin.

  • Termin Theoriephase: Montag – Freitag, 16.11. – 20.11.2020 (40 UE)
  • Termin Praxisteil 1 (3-Tages-Block): Montag – Mittwoch, 30.11. – 02.12.2020 (24 UE)
  • Praxisteil 2:
    – sieben eigenverantwortlich gestaltete Gesprächsprozesse zur gVP à 1,5 Stunden
    – 1. Plenartreffen: 27. April 2021 von 16:00 – 18:15 Uhr (3 UE)
    – 2. Plenartreffen: 15. Juli 2021 von 16:00 – 18:15 Uhr (3 UE)
    – Intensivtraining: 13. Oktober 2021 von 09:00 – 16:45 Uhr (8 UE)
    – Praxisbesuch: wird individuell vereinbart ca. 4 UE

Ausführliche Informationen finden Sie im Flyer auf der rechten Seite.

 

Expertenforum für Gesprächsbegleitende der gesundheitlichen Versorgungsplanung (gVP) gemäß § 132g SGB V

Die umfassende Qualifizierung zum / zur Gesprächsbegleiter*in für die gesundheitliche Versorgungsplanung nach § 132g SGB V erfordert auch nach der praktischen Qualifizierung eine kontinuierliche Reflexion der eigenen Rolle sowie eine Weiterentwicklung und Vertiefung der erworbenen Kompetenzen. Im Vordergrund dieses Expertenforums stehen der Austausch zwischen den ausgebildeten Gesprächsbegleitenden, aktuelle Entwicklungen im Bereich der gesundheitlichen
Versorgungsplanung sowie Elemente zur Vertiefung der individuellen Kompetenzen.

Ziel

  • Ein Forum des Austausches und der Vertiefung für ausgebildete Gesprächsbegleitende schaffen
  • Gemeinsam aktuelle Entwicklungen im Bereich der gesundheitlichen Versorgungsplanung diskutieren

Inhalte

  • Praxiserfahrungen, Herausforderungen und Anforderungen in der Rolle der Gesprächsbegleitung nach § 132g Abs. 3 SGB V
  • Aktuelle Entwicklungen und Veränderungen im Bereich der gesundheitlichen Versorgungsplanung

Zielgruppe: ausgebildete Gesprächsbegleitende der gesundheitlichen Versorgungsplanung

Refentinnen: Prof. Dr. Annette Riedel, Prof. Sonja Lehmeyer, Anne-Christin Linde, Nadine Treff

Termine: Mittwoch, 17. Juni 2020

Uhrzeit: 09:00 – 16:45 Uhr

Dauer: 8 Unterrichtseinheiten

Ort: Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie®

Kursgebühr: 220,- € (bitte etwas zum Essen mitbringen, für Getränke ist gesorgt)

Anmeldung: Unter dem Flyer auf der rechten Seite finden Sie ein Anmeldeformular zum herunterladen.

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an Susanne Haller
E-Mail: akademie@hospiz-stuttgart.de, Tel.: 0711 2 37 41-811

Gefördert von der Addy von Holtzbrinck Stiftung.