Fortbildung für Ehrenamtliche

Seminar: Kriegskinder in der Palliativsituation – Bedeutung für die ehrenamtliche Hospizarbeit

Krieg wird als eine der größten psychischen Belastungen für Menschen angesehen. Das Leben der Kinder und Jugendlichen im 2. Weltkrieg wurde durch Erfahrungen von Gewalt und Zerstörung,  unzählige Verluste und existentielle Not geprägt. Bei vielen der Betroffenen beeinflussten diese  Erlebnisse das spätere Leben als Erwachsene in unterschiedlicher Ausprägung. Am Ende des Lebens können diese Erfahrungen wieder eine besondere Rolle spielen. Dies kann sich in dem Wunsch äußern, über das Erlebte zu sprechen. Darüber hinaus können Ängste und Unruhe im Sterben durch das Erleben von traumatischen Kriegserfahrungen mitbestimmt sein.

Ziel
Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Kriegserlebnisse für die Kinder des 2. Weltkrieges und der möglichen Auswirkungen auf das Sterben dieser Menschen mehr als 70 Jahre später.

Inhalte

  • Erziehung und Sozialisation im 3. Reich
  • Auswirkungen der Kriegserlebnisse auf die verschiedenen Kriegskinderjahrgänge
    von 1929 – 1945
  • Innerpsychische Verarbeitungsprozesse der Betroffenen

Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung ist Voraussetzung.

Referentin: Heike Ankele

Termin: Samstag, 25. April 2020

Uhrzeit: 10:00 – 15:45 Uhr

Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Programmheft auf Seite 40.

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an Susanne Haller
E-Mail: akademie@hospiz-stuttgart.de, Tel.: 0711 2 37 41-811

Seminar: „Erst muss ich mich finden, um Dir begegnen zu können“
– Gestalttherapeutische Perspektiven in der Sterbebegleitung

„Der Mensch wird am Du zum Ich.“ (Martin Buber)

Aus Sicht der Gestalttherapie ist die entscheidende Wirklichkeit in der Sterbebegleitung die Person des Begleiters, nicht die Techniken und Methoden, die er anwendet.
In diesem praxisorientierten Workshop werden Sie mit grundlegenden persönlichen Kompetenzen vertraut, die für die Begegnung mit und Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen wesentlich sind:

  • Persönliche Erreichbarkeit
  • Emotionale Resonanzfähigkeit
  • Persönliches Engagement
  • Unabhängigkeit
  • Eine Haltung „kultivierter Unsicherheit“

Sie erfahren genau und differenziert, was mit diesen persönlichen Grundkompetenzen gemeint ist, und erhalten Entwicklungsanreize für deren Ausbildung, vor allem in der Begegnung miteinander.
Die Bereitschaft, sich persönlich zu öffnen und engagieren, wird vorausgesetzt und bildet die Grundlage für eine fundierte und umfassende Beschäftigung mit der Thematik.

Bitte etwas zum Essen mitbringen; für Getränke ist gesorgt.

Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung ist Voraussetzung.

Zielgruppe: ehrenamtliche Sterbebegleiter*innen

Referent: Winfried Pohl

Termin: Freitag und Samstag, den 27. und 28. November 2020
Uhrzeit: Freitag von 18:00 – 21:15 Uhr und Samstag von 9:30 – 17:00 Uhr

Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Programmheft auf Seite 42.

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an Susanne Haller
E-Mail: akademie@hospiz-stuttgart.de, Tel.: 0711 2 37 41-811

Gefördert von der Addy von Holtzbrinck Stiftung.